Wie ich OpenClaw als meinen 24/7 KI-Agenten eingerichtet habe
Ich war mitten in meiner dritten Tasse Kaffee an einem Dienstagabend, starrte auf ein Terminalfenster, als es mich traf — ich hatte gerade einem KI-Agenten dauerhaften Wohnsitz auf meiner Maschine gegeben. Kein Chatbot, den ich nach einer Sitzung schließen würde. Kein API-Aufruf, der feuert und vergisst. Etwas, das weiterlaufen würde, nachdem ich schlafen ging, meine E-Mails prüfte, bevor ich aufwachte, und auf Telegram-Nachrichten antwortete, während ich unter der Dusche stand.
Dieses Ding war OpenClaw.
Und ehrlich gesagt? Das gesamte Setup dauerte weniger lang als eine Essensbestellung. Aber was danach passierte — das ist der Teil, vor dem mich niemand gewarnt hatte.
Was OpenClaw wirklich ist (und was nicht)
OpenClaw ist kein ChatGPT-Wrapper. Es ist eine vollständige Agent-Runtime — ein persistenter Prozess, der Zustand beibehält, Gespräche über Kanäle verwaltet, geplante Aufgaben über Cron-Jobs ausführt und sich mit externen Services über MCP (Model Context Protocol) Server verbindet.
Stell es dir als die Betriebssystemschicht zwischen dir und deinen KI-Modellen vor. Du steckst das Gehirn ein, das du willst — OpenAIs GPT, Anthropics Claude Opus 4.6, oder sogar ein lokales Modell über Ollama — und OpenClaw kümmert sich um den Rest. Das Messaging. Das Gedächtnis. Die Tool-Verbindungen. Die Planung.
Die Zwei-Minuten-Installation, die wirklich zwei Minuten dauerte
Schritt 1: Den Quick-Start-Befehl ausführen.
Ein einzelner Kopier-und-Einfügen-Befehl aus der OpenClaw-Dokumentation. Der gesamte Vorgang dauerte etwa 90 Sekunden auf meinem MacBook Pro.
Schritt 2: Ein KI-Modell verbinden.
Ich entschied mich für Anthropics API mit Claude Opus 4.6. Zur Entwicklerkonsole gegangen, einen neuen Schlüssel generiert, ihn "OpenClaw" beschriftet (beschrifte immer deine Schlüssel), und ihn in die Terminal-Eingabeaufforderung eingefügt.
Schritt 3: Die Extras überspringen (vorerst).
Meine Philosophie mit jedem neuen Tool: Lass den Kern funktionieren, bevor du Erweiterungen hinzufügst.
Schritt 4: Identität konfigurieren.
OpenClaw fragt nach zwei Namen: wie du den KI-Agenten nennen möchtest und wie dein eigener Name ist. Diese sind nicht kosmetisch — OpenClaw schreibt sie in persistente Gedächtnisdateien.
Der gesamte Vorgang — vom Kopieren des Installationsbefehls bis zu einem funktionierenden KI-Agenten — dauerte vielleicht vier Minuten.
OpenClaw Augen und Ohren geben: Kommunikationskanäle
WhatsApp-Setup: OpenClaw generiert einen QR-Code, den du mit deinem Telefon scannst. Wichtige Entscheidung: Ich empfehle dringend, eine separate Nummer zu verwenden.
Telegram-Setup: Noch reibungsloser. Du schreibst @BotFather auf Telegram, sendest /newbot, wählst einen Namen und Benutzernamen für deinen Bot, und es gibt dir ein Token. Das Token in OpenClaws Terminal-Eingabeaufforderung einfügen, und innerhalb von Sekunden ist dein Telegram-Bot live.
OpenClaw mit deiner Welt verbinden via Zapier MCP
Für externe Tool-Integration über MCP-Server ist der empfohlene Ansatz, Zapier als sicheren Vermittler zu verwenden.
Kritisches Detail: Ich gewährte Gmail nur Lesezugriff und Entwurfserstellung. Nicht Senden. Nicht Löschen. Das ist keine Paranoia. Das ist grundlegende operative Sicherheit.
Die Sicherheitsrealität, über die niemand sprechen will
Ungefähr 17% der verfügbaren Skills sollen Honeypots sein. Das ist kein Tippfehler. Fast jeder fünfte Community-Skill wurde absichtlich von böswilligen Akteuren erstellt, um Daten zu stehlen oder API-Schlüssel zu exfiltrieren.
Mein Sicherheitsprotokoll:
- Niemals Community-Skills installieren, ohne zuerst den Quellcode zu lesen. Ja, den gesamten.
- Zapier MCP für alle externen Integrationen verwenden, wann immer möglich.
- OpenClaw mit minimalen Berechtigungen ausführen und schrittweise erweitern.
- Niemals vage Anweisungen an einen Agenten geben, der mit externen Services verbunden ist.
- API-Nutzung täglich überwachen.
Die Kostenrealität: Was der Betrieb von OpenClaw wirklich kostet
OpenClaw selbst ist kostenlos und Open Source. Die KI-Modelle, mit denen es sich verbindet, sind es nicht. Für einen Tag moderater Nutzung mit Claude Opus 4.6 lagen die Kosten bei etwa $3-5.
Option B: Modelle lokal mit Ollama ausführen. Null Grenzkosten. Der Kompromiss? Lokale Modelle sind langsamer. Aber für 80% meiner täglichen Agenten-Interaktionen funktioniert das lokale Modell einwandfrei.
Was ein Tag mit OpenClaw wirklich aussieht
7:30 Uhr — vor dem Aufstehen: Ich schreibe meinem Telegram-Bot: "Morgen-Briefing." Antwort kommt mit den letzten 5 E-Mails, heutigen Kalender-Highlights und einer Wetterzusammenfassung. Alles in etwa 8 Sekunden.
Gemessen nach einer Woche:
- Durchschnittliche tägliche Interaktionen: 25-30
- Geschätzte tägliche Zeitersparnis: 45-60 Minuten
- API-Kosten (Anthropic): ~$4/Tag mit Claude Opus 4.6
Die eine Frage, die mich nachts beschäftigt
Was ist das sensibelste Datenstück in deinem digitalen Leben, und würdest du einem System mit einer 17%-Honeypot-Rate irgendwo in seiner Nähe vertrauen?
Deine Antwort bestimmt, ob du bereit bist.
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